Malta-Aufenthaltsbericht

Das Projekt „Erasmus+“ ist eine EU-gestützte Fortbildungsmaßnahme für Auszubildende. Das Programm beinhaltete ein 3-wöchiges Praktikum in einem maltesischen Unternehmen, wobei der Schwerpunkt neben der sprachlichen Weiterentwicklung auf der Förderung von Fach-, Sozial- und Selbstkompetenzen sowie der Weiterentwicklung des europäischen Gedankens lag.

Zusätzlich absolvierten alle Teilnehmer einen 1-wöchigen Sprachkurs in Klassen mit einer Stärke von bis zu 10 Schülern aus den unterschiedlichsten Ländern. Dabei wurde besonders darauf geachtet, dass so wenig Schüler wie möglich aus demselben Land in einer gemeinsamen Klasse sind. Dadurch waren wir ständig auf unsere englischen Sprachkenntnisse angewiesen und verbesserten diese stetig. Bevor ich nach Malta gereist bin, musste ich einen Englisch-Test machen, anhand der Ergebnisse wurde mein Sprachniveau festgestellt und die Klassen entsprechend eingeteilt, dass niemand über- oder unterfordert wurde. Der Unterricht war sehr interaktiv gestaltet und es wurde fast ausschließlich in Gruppen gearbeitet. In meiner Klasse waren wir 13 Schüler aus 9 verschiedenen Ländern. In Malta waren wir, 10 Schüler aus der Berufsschule Ansbach, in einem Selbstversorgerhaus untergebracht, welches zur Sprachschule gehörte, in der wir waren. Dort haben wir mit noch 5 weiteren Sprachschülern aus anderen Ländern zusammengelebt.

Nach der ersten Woche in der Sprachschule ging das 3-wöchige Praktikum los. Ich habe für das Unternehmen „Alternative Technologies“ gearbeitet, diese verkaufen und installieren Solaranlagen, Solarthermie, etc. Meine Aufgabe dort war es mit einem Kollegen aus meiner Berufsschule, der auch mit mir zusammengewohnt hat, Solaranlagen und Solarthermie zu verbauen und zu warten. Ich war jeden Tag bei den verschiedensten Kunden unterwegs, von bekannten Regisseuren bis zu einer Junior high school war alles dabei. Es kommt auch mal vor, dass man, um zum nächsten Kunden zu kommen, erst mit der Fähre über eine dreiviertel Stunde fahren muss, da das Unternehmen auch Kunden auf der Nebeninsel „Gozo“ betreut.

An freien Tagen, das heißt Samstage, Sonntage und Feiertage hatten wir verpflichtendes kulturelles Programm, das wir mitmachen „mussten“. Wir durften uns für diese Tage Aktivitäten aussuchen, auf die wir Lust hatten. Zum Beispiel sind wir am Meer entlang in die Hauptstadt gelaufen und haben diese besichtigt oder wir sind an einen bekannten Strand gegangen und haben dort den Tag verbracht. Es wurde sich immer gut um einen gekümmert und man hatte immer einen Ansprechpartner, falls es doch Probleme gab.

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