HEUNISCH beteiligt sich an Forschungsprojekt zur effizienten Nutzung von Gießereistäuben

Durch effiziente Nutzung von Gießereistäuben sollen Ressourcen in der Metallindustrie noch besser genutzt werden. Die Auftaktveranstaltung des Projektverbundes ForCYCLE II fand am 06. November 2019 im Max-Joseph-Saal der Residenz München statt. Der Projektverbund wird durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz finanziert und steht für mehr Ressourceneffizienz in der bayerischen Wirtschaft, insbesondere für KMU und Handwerk. In diesem Rahmen werden seit Mitte 2019 insgesamt elf Projekte mit einer durchschnittlichen Laufzeit von drei Jahren bearbeitet. Ziel ist die Entwicklung von innovativen Technologien und Verfahren für das Recycling sowie den effizienten Einsatz von Ressourcen.

Das Teilprojekt „Rohstoffsicherung und -erhalt durch Aufbereitung und Verwertung von Gießereistäuben – Bayerisches Konsortium für Gießereistaub-Metall-Rückgewinnung“ wird von der Universität Augsburg zusammen mit dem bifa Umweltinstitut bearbeitet. An dem Projekt sind mehrere bayerische Gießereien beteiligt: Franken Guss GmbH & Co. KG, Gießerei HEUNISCH GmbH, Kemptner Eisengießerei Adam Hönig AG und Trompetter Guss GmbH Co. KG. Außerdem sind die KMU AKW Apparate+Verfahren GmbH und GPS SIC Keßl GmbH u. Co. KG in das Projekt eingebunden.

Wie auch in anderen Industriezweigen ist für die bayerischen Gießereien eine noch umweltfreundlichere Produktion ein wichtiger Baustein der Unternehmensstrategie. Zurzeit gehen bei der Deponierung die in den Stäuben enthaltenen Wertstoffe verloren. Da die Kosten darüber hinaus stetig steigen, ist eine Aufbereitung und anschließende Verwertung der Stäube sowohl aus ökologischer als auch aus ökonomischer Sicht sinnvoll. Ausschlaggebend für eine mögliche Verwertung der Stäube sind deren Eigenschaften. Dazu gehören sowohl die chemische Zusammensetzung (Gehalt an Hauptkomponenten und Spurenelementen), wie auch die physikalischen Eigenschaften (Schüttdichte und Korngröße). Für viele bei der Abluftreinigung in Gießereien abgetrennte Stäube bestehen trotz höherer Anteile an wertstoffhaltigen Materialien heute keine oder nur unzureichende stoffliche Verwertungsoptionen. Hinzu kommt, dass die Korngröße der Filterstäube meist in einem Bereich zwischen 0,063 mm und < 0,250 mm liegt. Das Handling und die Aufbereitung werden dadurch erheblich erschwert.

Des Weiteren sollen im Projekt mögliche Stellschrauben zur Reduzierung von Abfallmengen betrachtet werden. Neben einer entsprechenden Sammel- und Zufuhr-Logistik müssen angepasste Aufbereitungs- und Extraktionsprozesse zur Verfügung stehen. Da dies bisher nur zum (kleineren) Teil der Fall ist, sind auch hier weitere Entwicklungsanstrengungen erforderlich.

Ziel des Projektes ist, zusammen mit den Gießereien praktische Wege zu entwickeln, welche die Aufarbeitung und einen möglichen Wiedereinsatz der anfallenden Gießereistäube ermöglichen. Auf diese Weise sollen wirtschaftliche Alternativen zur bisherigen Entsorgung entwickelt und die in den Reststoffen enthaltenen Wertstoffe, wie zum Beispiel Eisen und Zinn zur Wiederverwertung bereitgestellt werden.

Quelle: bifa-aktuell 4.2019

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